Wenn Pfoten Brücken bauen: Rückblick auf das Hospizcafé im Frühling
Seelentröster – wie Tiere behutsam begleiten. Ein Nachmittag mit Ella Ruth Scherzer und Hündin Jamie.

Beim diesjährigen Hospizcafé im Frühling drehte sich alles um unsere tierischen Helfer. Wie unsere Vierbeiner am Sterntalerhof ohne Worte Trost spenden, warum sie eine unverzichtbare Stütze für betroffene Familien sind und was eine Australian Shepherd Hündin mit einem rundum gelungenen Nachmittag zu tun hat.
Von Beginn an war die tiergestützte Begleitung und Therapie ein fester Bestandteil des Konzepts am Sterntalerhof. Derzeit sind 16 Tiere im Einsatz – darunter Pferde, Ziegen, Schwarznasenschafe und zwei Therapiehündinnen – darunter auch die Australian Shepherd Hündin Jamie. Sie war die heimliche zweite Protagonistin unseres Hospizcafés.
Eine zentrale Rolle in der tiergestützten Therapie am Sterntalerhof kommt Ella Ruth Scherzer zu. Als diplomierte Sonderpädagogin, HTFP-Therapeutin und Koordinatorin am Sterntalerhof gab sie den Besucherinnen und Besuchern beim Hospizcafé einen vertiefenden Einblick in die wertvolle Arbeit, die unsere Vierbeiner für betroffene Familien leisten, während Jamie neugierig, freundlich und aufgeregt die Gäste begrüßte.
„Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote“. Dieses Zitat (Autor*in unbekannt) bringt das Besondere der tiergestützten Therapie auf den Punkt. Beispielhaft für das Tier als “Brückenbauer” und “Seelentröster” erzählt Ella von einem Burschen, der vorerst der Hündin Jamie von seiner Erkrankung erzählen konnte, bevor er sich Menschen gegenüber geöffnet hat. Tiere bewerten nicht und erwarten kein „richtiges“ Verhalten. Sie hören zu, reagieren unmittelbar, ehrlich und wirken oft tief beruhigend.

Heilsame Wirkung und achtsamer Einsatz
Die Begegnung mit Tieren sorgt ganz grundsätzlich für eine psychische Stabilisierung. So ist nachgewiesen, dass sie Puls und Blutdruck senkt – ein Effekt, der die pädagogische und therapeutische Arbeit am Sterntalerhof enorm erleichtert und fördert.
Diese Arbeit erfordert auch viel Achtsamkeit. Aus ihrer Erfahrung weiß Ella, wie wichtig es ist, die Tiere gut und selektiv zu „lesen“. Besonders bei Pferden muss genau auf Atmung und Verhalten geachtet werden, um sie im Therapiesetting keiner Überforderung auszusetzen.

Ein entspannter Ausklang
Die gut besuchte Veranstaltung fand ihren Abschluss in einer anregenden Fragerunde. Und Jamie? Die gönnte sich nach all der Aufregung und Zuneigung ein wohlverdientes Nickerchen zu Füßen einer vertrauten Besucherin.
Weiterhören: Der Sterntalerhof-Podcast
Wer noch tiefer in das Thema eintauchen möchte: Im Podcast „Von Hufen, Pfoten und dem Takt der Familien“ gibt Ella einen persönlichen Einblick in ihren Werdegang, ihre Liebe zu Tieren und der tiergestützten Begleitung am Sterntalerhof.
Nächste Termine zum Vormerken:
Sa, 30.05. | 14:00 – 18:00 Uhr
Sommerfest am Sterntalerhof
Nähere Infos & Anmeldung hier
Fr, 19.06. | 16:00 – 18:00 Uhr
Hospizcafé im Sommer
Thema: Natur als Ressource in der Hospizarbeit
Nähere Infos folgen in Kürze
In Kürze
Worum ging es beim Hospizcafé im Frühling am Sterntalerhof?
Welche Tiere sind aktuell in der tiergestützten Arbeit am Sterntalerhof im Einsatz?
Warum können Tiere in der Therapie eine besondere Unterstützung sein?
Worauf wird beim Einsatz der Tiere in der Therapie besonders geachtet?