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Wenn Pfoten Brücken bauen: Rückblick auf das Hospizcafé im Frühling

Seelentröster – wie Tiere behutsam begleiten. Ein Nachmittag mit Ella Ruth Scherzer und Hündin Jamie.

30. März 2026
Wenn Pfoten Brücken bauen: Rückblick auf das Hospizcafé im Frühling

Beim diesjährigen Hospizcafé im Frühling drehte sich alles um unsere tierischen Helfer. Wie unsere Vierbeiner am Sterntalerhof ohne Worte Trost spenden, warum sie eine unverzichtbare Stütze für betroffene Familien sind und was eine Australian Shepherd Hündin mit einem rundum gelungenen Nachmittag zu tun hat.

Von Beginn an war die tiergestützte Begleitung und Therapie ein fester Bestandteil des Konzepts am Sterntalerhof. Derzeit sind 16 Tiere im Einsatz – darunter Pferde, Ziegen, Schwarznasenschafe und zwei Therapiehündinnen – darunter auch die Australian Shepherd Hündin Jamie. Sie war die heimliche zweite Protagonistin unseres Hospizcafés.

Eine zentrale Rolle in der tiergestützten Therapie am Sterntalerhof kommt Ella Ruth Scherzer zu. Als diplomierte Sonderpädagogin, HTFP-Therapeutin und Koordinatorin am Sterntalerhof gab sie den Besucherinnen und Besuchern beim Hospizcafé einen vertiefenden Einblick in die wertvolle Arbeit, die unsere Vierbeiner für betroffene Familien leisten, während Jamie neugierig, freundlich und aufgeregt die Gäste begrüßte.

„Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote“. Dieses Zitat (Autor*in unbekannt) bringt das Besondere der tiergestützten Therapie auf den Punkt. Beispielhaft für das Tier als “Brückenbauer” und “Seelentröster” erzählt Ella von einem Burschen, der vorerst der Hündin Jamie von seiner Erkrankung erzählen konnte, bevor er sich Menschen gegenüber geöffnet hat. Tiere bewerten nicht und erwarten kein „richtiges“ Verhalten. Sie hören zu, reagieren unmittelbar, ehrlich und wirken oft tief beruhigend.

Heilsame Wirkung und achtsamer Einsatz

Die Begegnung mit Tieren sorgt ganz grundsätzlich für eine psychische Stabilisierung. So ist nachgewiesen, dass sie Puls und Blutdruck senkt – ein Effekt, der die pädagogische und therapeutische Arbeit am Sterntalerhof enorm erleichtert und fördert.

Diese Arbeit erfordert auch viel Achtsamkeit. Aus ihrer Erfahrung weiß Ella, wie wichtig es ist, die Tiere gut und selektiv zu „lesen“. Besonders bei Pferden muss genau auf Atmung und Verhalten geachtet werden, um sie im Therapiesetting keiner Überforderung auszusetzen.

Ein entspannter Ausklang

Die gut besuchte Veranstaltung fand ihren Abschluss in einer anregenden Fragerunde. Und Jamie? Die gönnte sich nach all der Aufregung und Zuneigung ein wohlverdientes Nickerchen zu Füßen einer vertrauten Besucherin.


Weiterhören: Der Sterntalerhof-Podcast

Wer noch tiefer in das Thema eintauchen möchte: Im Podcast „Von Hufen, Pfoten und dem Takt der Familien“ gibt Ella einen persönlichen Einblick in ihren Werdegang, ihre Liebe zu Tieren und der tiergestützten Begleitung am Sterntalerhof. 

zum Podcast


Nächste Termine zum Vormerken:

Sa, 30.05. | 14:00 – 18:00 Uhr
Sommerfest am Sterntalerhof
Nähere Infos & Anmeldung hier

Fr, 19.06. | 16:00 – 18:00 Uhr
Hospizcafé im Sommer
Thema: Natur als Ressource in der Hospizarbeit
Nähere Infos folgen in Kürze


In Kürze

Worum ging es beim Hospizcafé im Frühling am Sterntalerhof?
Im Mittelpunkt standen die tierischen Co-Therapeuten und ihre Rolle in der tiergestützten Begleitung und Therapie am Sterntalerhof. Es wurde gezeigt, wie Tiere ohne Worte Trost spenden und betroffene Familien unterstützen können.
Welche Tiere sind aktuell in der tiergestützten Arbeit am Sterntalerhof im Einsatz?
Derzeit sind 16 Tiere im Einsatz, darunter Pferde, Ziegen, Schwarznasenschafe und zwei Therapiehündinnen. Eine davon ist die Australian Shepherd Hündin Jamie, die beim Hospizcafé auch anwesend war.
Warum können Tiere in der Therapie eine besondere Unterstützung sein?
Tiere bewerten nicht und verlangen kein „richtiges“ Verhalten, sondern reagieren unmittelbar und ehrlich. Sie können beruhigend wirken und auch als „Brückenbauer“ helfen, damit sich Menschen leichter öffnen.
Worauf wird beim Einsatz der Tiere in der Therapie besonders geachtet?
Der Einsatz erfordert viel Achtsamkeit und ein gutes „Lesen“ der Tiere. Bei Pferden wird etwa genau auf Atmung und Verhalten geachtet, um sie im Therapiesetting nicht zu überfordern.

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